Umwelt

Lungenfibrose

by wulf
Published on: Januar 12, 2012
Categories: Familie, Paul, Schreiberei, Umwelt
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Paul, mein allerbester Freund seit unendlichen Jahren, erstickt auf Raten, seit unendlichen Jahren.
Na, „Gott sei Dank ist es kein Krebs“, hört er immer wieder auf die Frage nach seiner Erkrankung.
Dabei hat er im Gegensatz zu Krebs nicht die geringste Chance auf eine Therapie, keine Chance auf Heilung, auf Behandlung ….. nüscht … gar nüscht!
Seine Mitpatienten in den Krankenhäusern wollten nicht gerade tauschen, trotz Krebs.
Wer kann mit dem Begriff „Lungenfibrose“ denn auch schon etwas anfangen?
Selbst die Forschung hat nur wenige Erkenntnisse, eigentlich noch weniger als nichts.
Sie verdienen daran auch nichts, denn dafür ist diese Erkrankung zu selten.
Bei Paul ist das so:
Gegen jede Vernunft steigt Paul auf einen hohen Berg. Er befindet sich zurzeit auf einer Höhe von ca. 7000m, muss mit einem Sauerstoffgehalt von unter 30% auskommen und steigt trotzdem weiter, gegen jede Vernunft (er kann es nicht beeinflussen). Seine Lunge verklumpt, verhärtet, wird zäher, kann nicht mehr flexibel pumpen! Dadurch wird der gesamte Körper in Mitleidenschaft gezogen.
Die Organe (besonders das Herz) verweigern ihre Dienste, sie treten in einen unbefristeten Streik.
Der Körper reagiert und verändert sich!
Die ständige Luftnot verhindert einen normalen Tagesablauf. Paul bewegt sich nur noch im Zeitlupentempo (von wegen Tempo), muss selbst für einfache Tätigkeiten ganz schön lange „stricken“. Ja selbst das Sprechen fällt ihm schwer (fehlende Luft), manchmal klappt es gar nicht.
Erstickungsanfälle, Schleim abhusten, usw. rauben das letzte der noch vorhandenen Kraft. Schlaf ist für Paul seit Jahrzehnten ein Fremdwort.

Die Lungenfibrose schenkt ihm keine freie Minute mehr.
Zum Überleben benötigt Paul eine ständige Sauerstoffzufuhr. In der Wohnung aus einem stationären Gerät mit einem ca. 15m langen Schlauch (zieht er wie eine Schleppe hinter sich her) und für draußen verfügt er über ein kleines, transportables Gerät (muss nach ca. 6 Std. aufgeladen werden).
Wenn er nicht gerade zu schwach ist, kann er wenigstens so weiterhin am „Leben da draußen“ teilhaben.
Und weil man ja 40 Jahre nicht so „mir nichts, dir nichts“ in wenigen Zeilen beschreiben kann, soll es damit auch gut sein!

Paul hat mich gebeten, den wirklich lieben, beinahe aufopfernden ÄrztenInnen, Pflegern und Schwestern in den Krankenhäuser ….. hier dem Lehrter-Krankenhaus und dem Oststadt-Krankenhaus (dort besonders der Abt. „Heidehaus“) einmal DANKE zu sagen.
Die Bilder, die entstanden bei meinen Besuchen in den Krankenhäusern.

Übrigens, Paul steckt voller Lebensmut, er braucht Verständnis, keinen Trost und noch weniger ….. Mitleid! Habe ich eigentlich schon von “Kleines” gesprochen, die rund um die Uhr über ihn wacht?
Ihr Verzicht auf ein eigenständiges Leben?
Die regelrechte Zerstörung aller Träume?
Das kann man nicht in Worte fassen.

WulF!

Mein Nachbar, Tierarzt Dr. Obentraut

by wulf
Published on: November 23, 2011
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Täglich gehe ich an der Praxis vom Tierarzt Dr. “Obenberg” vorbei und beobachte so manches Mal seltsame Dinge.

Menschen, in Sorge um ihre Tiere eifrig dabei Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Hunde, deren Sinn ganz anders steht als in eine solche Praxis, möglichst noch freiwillig zu gehen.

Es ist schon spannend, was da so alles abgeht und so kommt man als Cartoonist ebenfalls auf die seltsamsten Ideen.

Oftmals gar nicht so weit entfernt der Erfahrungen in einer “Menschenpraxis”!      

23.Nov.2011

… ich habe Rücken!

by wulf
Published on: Oktober 23, 2010
Categories: Kartuun, Kunst, Kwatsch, Umwelt
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23.Okt.2011

Afrika

by wulf
Published on: April 14, 2008
Categories: Kunst, Malerei, Umwelt
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Ein paar Motive über Afrika sollten es sein und so habe ich diese dann auch “frei Schnauze” mit meinen laienhaften  Vorstellungen zu Papier gebracht.

Aquarellfarben mit Phantasie gemischt führten so zu einer meiner Lieblingsserien.

John!

by wulf
Published on: Mai 15, 2006
Categories: Lehrte, Paul, Schreiberei, Umwelt
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John!
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Trotz meiner wahrlich nicht wenigen Probleme, die Kraft werde ich immer haben, bei Unrecht die Faust zu ballen!

John, ein junger Mann in Hannover, Abitur, zwei Kinder, Lagerarbeiter für 5 € und ein paar Zerquetschte die Stunde, hat Probleme.

Nicht so, wie wir es uns vorstellen.

Bei ihm ist das anders!

Wenn er in der Straßenbahn sitzt, bleibt der Sitz neben ihm frei.
Im Restaurant stehen die Leute auf, wenn er sich aus Platzmangel zu ihnen an den Tisch setzt.
Betritt er ein Geschäft, lassen ihn die Verkäufer nicht aus den Augen und auf der Rolltreppe ziehen die Damen den Gurt ihrer Umhängetasche enger an sich.
Mitten im Einkaufbummel kontrollieren zwei Polizisten unter dem Getuschel von Passanten sicherheitshalber seine Tasche und seine Kleidung.
Er muss den Mund öffnen und ein Beamter zieht ihm schmerzhaft seine Wangen weit auseinander, um nach Drogen „abzuklopfen“!

So geht es jeden Tag.

Ach ja, eine Wohnung, ja, die bekommt er auch nicht.

Ein Freund, der das alles nicht so glauben wollte machte den Test und ging eine halbe Stunde nach John zu der Bank, bei der John sich vergeblich um eine freie Stelle bemühte.
Sie sei bereits vergeben sagte man ihm.
Der Freund hingegen wurde sofort zum Einstellungsgespräch gebeten.

Vor wenigen Tagen nun jagten Skins John durch den Hannoverschen Hauptbahnhof.
Sie schrieen ihn an, versuchten ihm Gewalt anzutun.
Beherzte Menschen riefen die Polizei und die Täter konnten sofort festgenommen werden.

Er nennt sich vorsichtshalber „John“ und versteckt sein Gesicht.

Ich hätte John gerne zum Freund!

John ist schwarz!

…übrigens, mein Sohn ist auch Ausländer!

WulF , im Mai 2006


Welcome , Februar 23, 2012