Schreiberei

Rollstuhl – von wegen gefesselt!

by wulf
Published on: Mai 9, 2010
Categories: Familie, Paul, Schreiberei, Umwelt
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Quatsch …ich bin nicht an den Rollstuhl gefesselt!

Am vergangenen Samstag kam ich mit einer Teilnehmerin am Flohmarkt in´s Gespräch.

Wir hatten über ihren wirklich tollen, modernen Rollstuhl gesprochen.
Dabei machten wir uns über die Erwachsenen lustig, die uns oft genug mit verstohlenen Blicken beäugten und über die Kinder, die uns ohne Scheu begegnen. Sie brachte dann den Spruch, der ihr immer wieder von Bekannten und Freunden angeführt wird,

„ du bist ja an den Rollstuhl gefesselt“!

“dann bindet uns doch los” ist ihre Antwort.

Da läuft doch etwas schief!

Wir beide fühlen uns nicht „an den Rollstuhl gefesselt“.Er bedeutet für uns Freiheit, Teilnahme am Leben da draußen. Ohne meine Hilfsmittel wie Sauerstoffgerät und Rolli würde ich den ganzen Tag im Bett „gefesselt“
sein, usw. …. wirklich gefesselt! Also, schaut uns nicht so traurig an, bemitleidet uns nicht, wir sind ganz normale Menschen (na ja, ich vielleicht nicht so), nur ein wenig krank. Vielleicht lachen wir sogar etwas mehr als ihr!

09.Mai.2010

Wir sind durch Deutschland gefahren….

by wulf
Published on: Oktober 9, 2009
Categories: Familie, Paul, Schreiberei
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Mit einem Miele-Moped K52/2G fuhr ich zu Beginn der 60er Jahre (alleine), mit Gepäck und einem damals noch sehr schweren Leinenzelt, von Zweibrücken/Pfalz über das Ruhrgebiet(Telgte),  nach Hamburg. Das Zelt über den Tank liegend und das Gepäck beeinträchtigten die Fahrstabilität
des Mopeds so stark, dass  es wie ein
„Lämmerschwanz“ wackelte. Daher schickte ich das Zelt nach Hause und nutzte auf der weiteren Tour die Vorzüge der Jugendherbergen. Der Mitgliedsausweis DJH wurde am 05.Juni.1961 in Bad Oldesloe ausgestellt. (bis zum 08.Mai.1953 wohnte ich in der Nähe von Bad Oldesloe/Bad Segeberg). Weitere Eintragungen habe ich aus Hörnum/Sylt, Husum und Kiel-Bellevue.

Auf der Fahrt über die B4 in Richtung Süden besuchte ich meinen Opa in Hankensbüttel, um dann in einer Gewaltanstrengung und der Entfesselung der überdimensionierten 1,6 PS, sowie der sagenhafte Endgeschwindigkeit von 25km/h, in einem Rutsch die 510 km bis nach Schwäbisch Hall (23. Juni 1961) zu schaffen. Nach dem Besuch meiner Tante in Sonthofen, war Überlingen am Bodensee (27. Juni 1961) die nächste Station. Über die Schwarzwaldhochstraße und Karlsruhe fuhr ich Ende Juni zurück nach Zweibrücken.

Dieses Erlebnis hat mich nie losgelassen und selbst heute zehre ich noch davon. ______________________________________________________________________

     

Beim durchblättern alter Bilder habe ich Aufnahmen aus den
50er Jahren gefunden. Sie stammen aus meiner Zeit beim CVJM und zeigen einige
meiner alten Kumpels, wie z.B. Georg Greiner, Peter Veit und Udo Meier. Meinen Hut und einen Wimpel von Sylt habe ich heute noch.

 

09.Okt.2009

Meine kleine Stadt …………….. Lehrte

by wulf
Published on: Mai 16, 2007
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Lehrte, Nikolauskirche

„Hey Fremder“!

„Kennst du Lehrte“? …. „Nööööö“!  …… „Schade“!

Du musst wissen, Lehrte, meine Stadt, hat nicht die Sehenswürdigkeiten einer alten, gewachsenen Stadt wie Dresden, nicht die reizvolle Nähe zum Wasser wie Husum, keine historischen, romantischen Häuserzeilen wie Celle aber sie hat einige wenige, wenn auch manchmal versteckte Perlen zu bieten.
Eine dieser Schmuckstücke ist eine liebenswerte, aus Feldsteinen errichtete, kleine Dorfkirche.
Sicher, einen Barockstil kann unsere Dorfkirche, nicht nachweisen, riesiger Prunk ist ihr zuwider, sie ist einfach nur bescheiden schön, eben liebenswert.

Und wenn man sehr nett mit ihr umgeht, spricht sie mit uns Menschen.
Neeeeeeein, nicht mit jedem!
Nicht mit dem hastenden, eilenden Menschen, der schon wieder die übernächsten Termine im Kopfe hat, seiner Frau gegenüber nur den Macho mimt und den Kindern als Rabenvater erscheint.                                                                           

Sie spricht mit dir, wenn du mit dir, mit deiner nächsten Umgebung im “Reinen” bist. Möglich, dass sie ihren Turm in einem Augenblick zu dir senkt, wenn du es nicht erwartest.

Übrigens, sie fragt nicht danach, ob du an Gott glaubst oder nicht.
Die Zeiten, die sie oft genug gesehen hat, waren alles andere als „rosig“ und daher hat sie es sich abgewöhnt, danach zu fragen.
Wichtig ist ihr eher ………. du selbst, dein „Sein“, …. ja, dann spricht sie mit dir!

Sei also nicht überrascht, solltest du während eines Besuchs unserer Nikolauskirche feststellen, dass sie dir etwas „gibt“, womit du nicht gerechnet hast.

Wulf L.

16. Mai 2007

John!

by wulf
Published on: Mai 15, 2006
Categories: Lehrte, Paul, Schreiberei, Umwelt
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John!
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Trotz meiner wahrlich nicht wenigen Probleme, die Kraft werde ich immer haben, bei Unrecht die Faust zu ballen!

John, ein junger Mann in Hannover, Abitur, zwei Kinder, Lagerarbeiter für 5 € und ein paar Zerquetschte die Stunde, hat Probleme.

Nicht so, wie wir es uns vorstellen.

Bei ihm ist das anders!

Wenn er in der Straßenbahn sitzt, bleibt der Sitz neben ihm frei.
Im Restaurant stehen die Leute auf, wenn er sich aus Platzmangel zu ihnen an den Tisch setzt.
Betritt er ein Geschäft, lassen ihn die Verkäufer nicht aus den Augen und auf der Rolltreppe ziehen die Damen den Gurt ihrer Umhängetasche enger an sich.
Mitten im Einkaufbummel kontrollieren zwei Polizisten unter dem Getuschel von Passanten sicherheitshalber seine Tasche und seine Kleidung.
Er muss den Mund öffnen und ein Beamter zieht ihm schmerzhaft seine Wangen weit auseinander, um nach Drogen „abzuklopfen“!

So geht es jeden Tag.

Ach ja, eine Wohnung, ja, die bekommt er auch nicht.

Ein Freund, der das alles nicht so glauben wollte machte den Test und ging eine halbe Stunde nach John zu der Bank, bei der John sich vergeblich um eine freie Stelle bemühte.
Sie sei bereits vergeben sagte man ihm.
Der Freund hingegen wurde sofort zum Einstellungsgespräch gebeten.

Vor wenigen Tagen nun jagten Skins John durch den Hannoverschen Hauptbahnhof.
Sie schrieen ihn an, versuchten ihm Gewalt anzutun.
Beherzte Menschen riefen die Polizei und die Täter konnten sofort festgenommen werden.

Er nennt sich vorsichtshalber „John“ und versteckt sein Gesicht.

Ich hätte John gerne zum Freund!

John ist schwarz!

…übrigens, mein Sohn ist auch Ausländer!

WulF , im Mai 2006

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Welcome , Mai 20, 2012